Walo Abegglen, ein profunder Kenner der Thurgauer Verkehrspolitik, besuchte die SP Amriswil. Seine Ausführungen galten der 50-jährigen Geschichte des Nationalstrassenbaus im Thurgau sowie der aktuellen Situation. Im Zentrum der Information und der anschliessenden Diskussion stand die Verkehrssituation in Amriswil. Ein Schwerpunkt bildeten die geplante Umfahrungspläne für Amriswil, ein anderer die Entlastung der hiesigen Verkehrssituation durch eine gezielte Priorisierung des Öffentlichen Verkehrs durch die Stadt. Dabei wurde deutlich: Die Umfahrung Amriswil kommt, wenn überhaupt, in frühestens 20 Jahren. Ob sie zu einer wesentlichen Entlastung in der Stadt führt, ist ungewiss. Darum sollte man sich auf das Hier und Heute konzentrieren. Amriswil hat hervorragende Voraussetzungen im ÖV, nämlich: Ein beachtliches radiales Busnetz, sehr gute Bahnverbindungen, das verbilligte Stadttaxi, usw.. Mit gezielten Massnahmen könnte die Stadt dieses Potenzial noch deutlich besser ausschöpfen. Man denke an gezielte Bewerbung des Busbetriebs, die Schaffung (endlich, nachdem man schon einmal ziemlich weit war) eines attraktiven Velonetzes, Bepreisung und Verknappung des Parkplatzangebots etc.. Die zunehmende Verkehrsüberlastung in Amriswil ist zum grossen Teil selbstgemacht und nicht dem Durchgangsverkehr geschuldet. Eine wesentliche Entlastung der Stadt vom Individualverkehr ist möglich. Und nochmals: Amriswil hat dazu eine gute Ausgangslage. Die SP Amriswil plant, das Thema nächstens einmal mit den Verantwortlichen der Stadt zu diskutieren.